Herausforderungen & Entwicklungen
Das Jahr 2022 war für den Schweizer Infrastrukturbau von geopolitischen und wirtschaftlichen Turbulenzen geprägt. Der russische Angriff auf die Ukraine führte zu massiven Drucksituationen in den Lieferketten und zu ausserordentlichen Preisentwicklungen bei essenziellen Rohstoffen und Bauprodukten. Die drohende Energie-Mangellage sorgt zusätzlich für Verunsicherung in der Branche.
Beschaffungsrecht & Vergabemonitoring
Das seit Januar 2022 revidierte Beschaffungsrecht brachte einen Paradigmenwechsel, nach dem der Preis nicht mehr das einzige Kriterium sein soll. Um die Umsetzung datenbasiert zu begleiten, wurde eine Vergabemonitoring initiiert. Es zeigt sich jedoch, dass das neue Recht in der Praxis noch nicht vollständig angekommen ist.
Digitalisierung & Bildung
Digitalisierung und BIM
Building Information Modeling (BIM) gewinnt im Infrastrukturbau stark an Bedeutung. Während grosse Bauherren wie die SBB die Methode ab 2025 verpflichtend voraussetzen, zeigt sich in der Praxis bei kleineren Betrieben noch eine gewisse Skepsis, obwohl digitale Hilfsmittel in der Ausführung bereits weit verbreitet sind.
Bildung und Fachkräftemangel
Die Rekrutierung von Nachwuchs bleibt eine zentrale Herausforderung, da die Lernendenzahlen im Verkehrswegbau abnehmen. Im Rahmen des „Masterplans 2025“ wurden drei von vier baulichen und infrastrukturellen Massnahmen an der Berufsfachschule (BFS) Verkehrswegbauer erfolgreich abgeschlossen.
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